Freitag, 29. Juli 2022

 Kunst in Vardø

Das also war Vardø in den 50ern und davor natürlich: eine Fischereihochburg. Und heute? Überall Fischzuchten. 

Privat wird viel gefischt, aber für den Eigenbedarf. Kein Verkauf mehr im Fischereihafen. 




Vardø stirbt. 


Sehr auffällig auf der kleinen Vardøhälfte, auf der wir gestanden haben.



Alternative Kunst zieht ein. 


Graffiti. 





Das ist auch nicht neu und passt sich dem Verfall etwas an.




Im 


Hurtigrutenhafen gibt es neuere Graffiti.











Aber mit dem neuen Denkmal, das auf die Hexenverbrennung im 17. Jh. aufmerksam macht, zieht eine besondere, hochwertige Kunst ein, die den Finger in die Wunde legt - ähnlich der, die wir von AiWeiWei gesehen hatten.


STEILNESET


2011 wurde das Kunstwerk von Louise Bourgois und Peter Zumthor durch Königin Sonja von Norwegen eröffnet.



Es besteht aus zwei getrennten, architektonisch sehr unterschiedlichen Gebäuden, einer langen, schmalen Gedenkhalle, einem Fischtrockengestell ähnlich,
  und einem schwarzen Würfel.


In der 120m langen Gedenkhalle ist es dunkel. 

91 kleine Fenster geben den Blick nach draußen, dem Meer, frei und sind gleichzeitig von einer Glühlampe erhellt. Daneben hängt jeweils ein Text, der an ein Opfer erinnert.













Im Pavillon findet sich der symbolische Scheiterhaufen. Flammen züngeln durch die Sitzfläche des Stuhls. 








Sieben ovale Spiegel bilden einen Kreis und symbolisieren die Richter.


Kunst hilft Vardø zu überleben.




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