Freitag, 30. Januar 2026

Kythira


Gytheo am Mittwoch Nachmittag. 

Um 16 Uhr soll die Fähre nach Kreta gehen.


Die gute Nachricht: die ist es nicht. Die schlechte: die Fähre fährt nicht nach Kreta. Das Angebot: heute bis zur Insel Kythira, Freitag Abend weiter nach Kreta.






Einschiffung nach Krythera 

(i oder e durch Übersetzung)


Jean-Antoine Watteau 1718, hängt im Schloss Charlottenburg



Also eine Insel, die zu besuchen schon immer schick war, warum also nicht, überraschend eine Insel entdecken.


Einschiffung also. 

3 Stunden, das Schiff schwankt, Ankunft bei Finsternis, wir rasten auf einem großen Platz an der Straße, es stürmt… als wir um Mitternacht vor Sturmgeräuschen und Gewackel nicht schlafen können, fahren wir, schon im Schlafanzug, hinunter in den kleinen Küstenort. Stehen windgeschützt, können schlafen. Nach dem Frühstück die Insel entdecken:




Weite Öde.


Im ersten Ort eine schöne große Kirche, 
im 2. ebenfalls und - ein Bäcker mit sensationellem Brot.








Durchs weite Nichts voller Steine geht es auf enger werdenden Straßen, oh, eine Umleitung, noch enger… in den Hauptort Kythira, auch Chora.


Am Ortseingang steht die zum Denkmal gewordene Straßenwalze „Olga“ von 1920. Der Straßenbaumeister gab ihr den Namen seiner Frau.



Wir erwischen den Platz mit dem goldenen Blick: die ehemalige byzantinische Feste der Venezianer von 1500 und die Zwillingsbuchten von Kapsali.

Hier verstehen wir die Verzückung für den Ort.




Vom Süden der Insel fahren wir in die nördliche Mitte nach Potamos. Im größten Ort Kythiras finden wir einen großen Parkplatz, den wir vor Freitag früh nicht verlassen wollen. 



Der Mittelpunkt des Ortes ist das historische Café von 1908, was 365 Tage im Jahr rund um die Uhr geöffnet hat. Es wurde 2022 in die Liste historischer Cafés aufgenommen.




Essen gehen wir nebenan. Lecker, lecker: Gyros und Mussaka.






Heute Morgen ging's wieder durch die einsame Mitte zu der venezianischen Feste im Osten: nach Avlemonas.


Griechisches Relief 460 - 450 vor Chr.

Geburt der Aphrodite, 1887
Ivan Konstantinovich Aivazovsky
Hier ist der Geburtsort der Aphrodite! Aus dem Meeresschaum, der sich bildete, als Kronos seinem Vater die Genitalien abschnitt und ins Meer warf. (aphros=Schaum)

Die Venezianer/Römer nannten sie Venus.

Ihr kennt die von Botticelli, die aus der Muschel steigt, wie sahen sie schon in Pompeji:





Sehr schön wurde der vermeintliche Ort eingefasst. 

Wir können auf einem Weg bis zur Venezianischen Feste herumlaufen.




Wunderschöne Häuser wurden hier in jüngster Zeit gebaut, das ganze Areal sehr schön angelegt. Hier war der Hafen der Venezianer.





Die Festung wurde 1565 zum Schutz des Hafens gebaut und ist samt Kanonen noch ganz gut erhalten.









Die Vegetation ist hier auch sehr besonders und wir finden die Perle der Insel gefunden zu haben.


Links das Wrack des 2000 untergegangen Schiffs Nordland 

Jetzt stehen wir am Hafen und warten auf die Fähre nach Kreta.

Mitten in der Nacht werden wir da sein.

… wir schlagen dann ein neues Kapitel der Reise auf…