Donnerstag, 30. April 2026

Auf der Peloponnes unterwegs und Freunde treffen…




Schon am 18. April ging es zurück von Kissamos/Kreta nach Gytheo/Peloponnes


- eine durchaus stürmische, aber sonnige Überfahrt.



Nach ruhiger Nacht passierten wir die seit 1981 immer noch untergehende „Dimitros“.




Unser Ziel war bei schönstem Sonnenschein Lionidio, das wir nach wunderschöner Fahrt durch die Dafnonas - Schlucht, vorbei an violett blühenden Bäumen und dem Kloster Panagia Elona, erreichten.


Nur einen Tag genossen wir Strand und Baden in Lionidio, der Stadt der Wanderer und Auswanderer, Bergsteiger und Aussteiger, denn von Norden kommen Otto und Herbert.







Wir treffen sie nach vielen Küstenserpentinen in Korinth, unserem Lieblings - Camperstop, und verbringen 3 fröhliche Tage mit spazieren, 





Einkauf beim Fleischer und gemeinsamem Essen mit der griechischen Familie des Camperstops.






Der nächste Stopp war Nafplio, wo samstags Markt ist. Diesmal ist hier schönes Wetter und wir erleben Nafplio noch einmal neu.



Wir flanieren durch die relativ große, von Jugendstilhäusern geprägte Altstadt, und staunen über die reiche Kirche.



In Nafplio trafen wir Herbert mit dem Feuerwehrauto wieder.


Am Sonntag fuhren wir früh los, einen weiten Weg nach Methoni - denn sonntags trifft man sich dort zum Boule. Wir treffen unsere Freunde, die dort wohnen, und wir sind dabei!





Seit Sonntag genießen wir Methoni bei bestem Wetter und wolkenlosem Himmel.








Heute Nacht, bei uns Walpurgisnacht, wird es hier ein besonderes Spektakel geben. In Erinnerung an die Befreiung von den Türken 1827 werden hier Schiffe verbrannt. 

Wir sind gespannt!



Samstag, 18. April 2026

Die kolossalste Entdeckung am Ende der Kretareise:


Wir finden einen Übernachtungsplatz nahe des Fährhafens von Kissamos im Dorf Trachilos und entdecken einen abgezäunten Platz bei geschichteten Steinplatten, die ins Meer ragen.



2002 entdeckte ein polnischer Wissenschaftler, Gerd Gierlinski,  bei einem Kretaurlaub kleine Fußspuren, die er für menschliche hielt. Er zeichnete sie und konnte erst 2010 andere Forscher davon überzeugen, mit ihm an den Ort zurückzukehren. 



Ihren Untersuchungen nach waren die Steinplatten aus dem Miozän (23 - 5,3 Millionen Jahre vor unserer Zeitrechnung)

Die Fußspuren verglichen sie mit allen bekannten Tieren dieser Zeit (Affen, Bären…) und konnten keine Ähnlichkeiten feststellen.

Die ersten menschlichen Fußspuren datierte man jedoch vor 3,6 Mio Jahren (Tansania), in Deutschland 300.000 Jahre in der Heidelberger Gegend.

Es mussten Vormenschliche Fußabdrücke sein. 6 Millionen Jahre alt!


Stellt euch vor, was passierte. Ein Lehrer aus Kissamos hörte von der Entdeckung und meißelte 8 Abdrücke aus der Platte. Man fand sie in seinem Haus und verhaftete ihn.

Wo sie hingekommen sind, konnte ich nicht ergründen.

Wahrscheinlich in der Forschung, denn mehrere Universitäten weltweit forschen noch.


Bis man sich ganz sicher ist, hat man sie mit Folie und Sand abgedeckt. 😱 So eine Kostbarkeit! Aber man erfährt ja auch nur zufällig davon, weil es doch einige Theorien der Entstehungsgeschichte des Menschen über den Haufen wirft.

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Sind die Fußabdrücke von Trachilos die ältesten, die menschliche Vorfahren hinterlassen haben, haben unsere Vorfahren möglicherweise Afrika früher verlassen als bisher angenommen, und haben schon im Miozän - viel früher als angenommen - Südeuropa besiedelt!



Diesen einen Fußabdruck hat man mir für ein Foto gelassen...

Für Interessierte hier noch ein bisschen Recherche:


Und aus Tübingen:

Wir verlassen Kreta voll beeindruckt und bleiben noch ein bisschen auf der Peloponnes.

Freitag, 17. April 2026



Kissamos ist ein netter kleiner Ort mit netten Geschäften und Tavernen und dem Fährhafen.

Wir besuchen das Archäologische Museum.

Beim Bau einer Notfallklinik nebenan fand man 1985 Reste einer römischen Villa, dem Haus des Phidias. Die Villa wurde beim Erdbeben 365 nach Chr. zerstört.



Mosaikkomposition im Boden der großen Eingangshalle.

Die zentrale Figur des großen Mosaiks ist der triumphierende Dionysos, umgeben von Szenen der heiligen Jagd und der symbolischen Traubenstampferei.






Weitere sehr viel ältere Fundstücke aus der Gegend, 100 bis 300 Jahrhunderte VOR Chr.:


Minoische Zeit

3. Jh. vor Chr.


Aus den 1./2. Jahrhundert vor Chr.:



Geblasenes Glas aus dem 1./2. Jh. vor Chr.!



Dann fahren wir an einen schönen Platz am Meer nahe des Fährhafens und stellen fest, dass es hier schon viel viel viel früher Menschen gab....

Überraschende Entdeckung >>>>>>>



Die Kourtaliotis Schlucht


Im frühen Frühjahr noch geschlossen, geht es am (griech.) Ostermontag in die Schlucht.

Ein Schotterweg und am Ende 117 Stufen hinab geht es bis zur Schlucht. 

Dann wieder hinauf und das alles ohne jeden Schatten!




Die Schlucht ist 3 km lang mit 600m hohen Felsen.







Die bis zu 30m hohen Wasserfälle sind eiskalt.



Mit dem Auto fahren wir am Zufluss der Schlucht vorbei.



Das war das vorletzte Erlebnis auf Kreta. Danach ging es an der Westküste durch Rethymno, Georgiopoli und  Chania nach Kissamos, wo morgen die Fähre zur Peloponnes geht.

In Kissamos gehen wir noch ins archäologische Museum und machen am Strand eine besondere Entdeckung...

im nächsten Post.